Selbstverteidigung

Moderne Selbstverteidigung wie wir sie heute kennen und betreiben ist weniger ein in sich geschlossenes System, als vielmehr ein steter Lernprozess.
Jeder  der sich intensiv mit Selbstverteidigung befasst, entwickelt sich und damit auch  seine Fähigkeiten, auf sehr persönlicher Ebene weiter, indem er sich Techniken und Konzepte aus diversen Stilrichtungen und Systemen zu eigen macht und diese in SEIN Repertoire integriert.
Obwohl wir eine  gemeinsame Basis haben (Grundtechniken und Stellungen aus dem Shotokan-Karate, Würfe aus dem klassischen Judo nach Jigoro Kano, Ellbogentechniken aus Muay-Thai etc. ), weist das Close-Combat eines anderen Dan Trägers unter Umständen deutliche Unterschiede zu dem auf, was ich unterrichten würde.

Während mein Close-Combat mittlerweile  deutliche Spuren aus dem ATK und dem Jiu-Jitsu aufweist, besteht das von andern vielleicht  zu einem guten Teil aus Techniken aus dem französische Savate, dem klassischen sowie dem Thai – Boxen und in den letzten Jahren haben sich viele meiner Kollegen Techniken aus dem MMA  (BJJ, Grappling etc..) angeeignet und sie in Ihre Selbstverteidigung  übernommen.
Jeder von uns hat sich individuell weiterentwickelt und genauso soll, und muss es meiner Ansicht nach auch sein.

Selbstverteidigung muss ein flexibles Konzept sein, das  dem Trainierenden ermöglicht es an seine Stärken anzupassen, diese auszubauen und die Schwächen auszumerzen.
Ich persönlich halte  nichts von einem System das mir einen starren Rahmen aufzwingt indem es mir bestimmte Dinge als “nicht authentisch”  schlicht verbietet oder deren Wirksamkeit generell in Abrede stellt.
In den beinahe 30 Jahren in welchen ich mich mit Kampf und Kriegskünsten befasst habe, (lange Pausen mit eingerechnet 😉 ) ist mir eines sehr klar bewusst geworden. Sie haben alle das gleiche Ziel und wenn man genauer hinsieht auch ähnliche Konzepte.
Um es mit den Worten eines meiner Meister zu sagen, “Ein Hebel ist ein Hebel und ein Wurf ist Wurf. Stets folgen sie den gleichen physikalischen und anatomischen Prinzipien, sei es nun im Aikido oder im Kung-Fu”.
Für mich gilt letzten Endes: ERLAUBT IST WAS FÜR MICH AM BESTEN FUNKTIONIERT!

Close-Combat ermöglicht es dem Schülern eine breite Basis an Techniken und Konzepten kennenzulernen- weiterentwickeln und vertiefen muss er diese Dinge aber letzten Endes ab einem gewissen Stand selbst.
Der Blick über den Tellerrand wurde durch meine Ausbilder stets befürwortet und ich schließe mich dem aus tiefster Überzeugung an. Wir können euch die Tür zeigen- durchgehen müsst ihr immer selber.
Wer sich näher mit den Themen Kampfkunst und Selbstverteidigung beschäftigen möchte, findet im Wuppertaler Verein” Schule für Kampfkunst Wuppertal e.V.”  ein sehr gutes, über lange Jahre gereiftes Umfeld in welchem Jung und Alt ATK, Jiu-Jitsu, Ju-Jutsu, Wado Ryu Karate und auch Iadio und gehobenes Survival trainieren können.